Fernando Alonso hat eine beeindruckende Renn-Vergangenheit. Bereits im Alter von 13 Jahren gewann er den spanischen Kart-Titel. Sein Wille zum Sieg wurde durch diesen süßen Erfolg nur gesteigert und zwei Jahre danach holte er sich den Titel noch einmal und wurde auch Kart-Weltmeister.
Der junge Spanier war in der Formel 1 nach seinen Erfolgen sehr gefragt. Seinen dritten spanischen Kart-Titel holte er 1997, womit er in vier Jahren drei Mal die Meisterschaft geholt hatte. Danach wurde er Zweiter in der europäischen Kart-Meisterschaft, gefolgt von der Euro Open Championship für Nissan 1999.
Im Jahr 2000 übernahm Alonso Testaufgaben bei Minardi, während er in der Formel 3000 Rennen fuhr. Während seiner Zeit in der Nachwuchsserie erregte Alonso die Aufmerksamkeit von Spitzenteams wie Ferrari und Benetton. Er war für das Team Astromega unterwegs und seine besten Ergebnisse in der Saison waren ein sechster Platz in Österreich, ein zweiter in Ungarn und ein Sieg in Belgien. Die Meisterschaft beendete Alonso auf dem sechsten Gesamtrang.
2001 stieg er dann in die Königsklasse des Motorsports auf, wo er zusammen mit dem routinierteren Taso Marques bei Minardi fuhr. Sein Debüt feierte er beim Saisonauftakt in Melbourne. Es folgten einige beeindruckende Vorstellungen, aber er entschloss sich, 2002 nicht an der Weltmeisterschaft teilzunehmen und sich auf Testaufgaben bei Renault zu konzentrieren.
Nach seiner Testsaison bei Renault bekam Alonso ein Jahr später die große Chance und wurde bei dem Team Einsatzfahrer. Nur wenige Monate nach seinem ersten Einsatz holte er in Ungarn seinen ersten Sieg und beendete das Jahr als guter Sechster in der Fahrerwertung.
Das Jahr 2004 begann mit einem dritten Platz in Australien eigentlich recht gut. Dann musste er aber bis zur Saisonmitte warten, bis er in Magny Cours mit Platz zwei wieder auf das Podium klettern konnte. Es folgten aufeinander folgende Podestplätze in Hockenheim und Ungarn; Rennen konnte Alonso in diesem Jahr aber keines gewinnen.
2005 lief dann alles für Alonso. Er holte sieben Rennsiege und schnappte sich Emerson Fittipaldis langjährigen Rekord als jüngster Formel-1-Weltmeister aller Zeiten. Es war eine atemberaubende Saison von Alonso, der das Beste aus seinem sehr konkurrenzfähigen R25-Paket machte und am Ende seinen engsten Rivalen Kimi Räikkönen um 21 Punkte bezwang. Alonsos Leistungen auf der Strecke verhalfen Renault auch zum ersten Konstrukteurs-Titel.
Nach seinem Triumph machte McLaren im Dezember 2005 die überraschende Erklärung, dass man Alonso ab der Saison 2007 unter Vertrag habe. Mit einem verbleibenden Jahr in seinem Renault-Vertrag begann Alonso die Saison 2006 mit sechs Siegen in den ersten neun Rennen. Es sah so aus, als ob der zweite Titel bereits ganz sicher ihm gehörte, aber ein Gegenangriff von Michael Schumacher und Ferrari führten dazu, dass der Kampf bis zum Saisonfinale in Brasilien andauerte. Alonso brauchte nur einen einzigen Punkt, um seinen zweiten Titel in Folge zu holen. Schließlich kam er als Zweiter ins Ziel und schlug Schumacher um 13 Punkte.
Alonso wird 2007 für McLaren fahren und die begehrte Nummer eins von Renault zu seinem neuen Team mitnehmen.