Mit 20 Jahren war Jenson Button einer der jüngsten Fahrer, die je an einem Grand Prix teilgenommen haben. Bereits im Alter von acht Jahren begann er seine Renn-Karriere und als blutiger Anfänger musste er in seinem ersten Rennen gleich von ganz hinten starten. In äußerst schwierigen Bedingungen schaffte er es aber, das ganze Feld zu überholen und den Sieg einzufahren. 1989 gewann er den britischen Kart Super Prix und bewies damit früh, dass er für die Formel 1 taugt.
Von da an forderte er sich einfach weiter selbst heraus und war in den nächsten vier Jahren sehr erfolgreich. Er gewann wiederholt die British Cadet, British Open und British Junior TKM Kart Serie. 1994 war er Vierter in der britischen Junior Kart Serie und gewann Rennen in der europäischen und italienischen Junior Intercontinental A Winter Kart Serie. Im folgenden Jahr war er dann nicht nur der Meister in der italienischen Senior ICA Kart Serie, er wurde auch der jüngste Vize-Meister in der World Formula A Kart Serie.
Button blieb weiter in der Welt der Karts und kämpfte mit seinen Mitstreitern um Ruhm bis er 1998 schließlich in die britische und europäische Formel Ford wechselte. Als Fahrer bei Haywood Racing gewann Button den Titel in der britischen Serie und kam in der europäischen Formel Ford auf Rang zwei. Im gleichen Jahr gewann er auch das Formel Ford Festival. 1999 wurde er dann Dritter in der britischen Formel 3 und holte sich den Titel als bester Rookie.
Frank Williams, der mit seinem damaligen Fahrer Alex Zanardi unzufrieden war, entschied, dass der junge Button sehr großes Potential hatte und gab dem Nachwuchsfahrer einen Vertrag, um 2000 an der Seite von Ralf Schumacher zu fahren. Button hatte viel Druck auf seinen jungen Schultern und musste hohe Erwartungen erfüllen. In seiner Debüt-Saison strafte er aber seine vielen Kritiker Lügen, holte 12 Punkte und wurde Achter in der Weltmeisterschaft.
Immer noch mit einem Vertrag bei Williams ausgestattet, wechselte Button 2001 zu Benetton, wo er ein schwieriges Jahr in einem Auto hatte, das sich konstant in Entwicklung befand. Das Team war die meiste Zeit der Saison am Ende des Feldes und obwohl es 2002 besser war und Button 15 Punkte holen konnte, fehlte ihm immer noch die erste Podiumsplatzierung.
2003 wurde er bei Renault durch Fernando Alonso ausgetauscht und so wechselte Button zu British American Racing. Die erste Saison verlief für ihn ganz positiv. Er war das ganze Jahr über konstant und beendete es mit einem starken vierten Platz in Japan. Seinen schrecklichen Unfall von Monaco konnte er hinter sich lassen und beendete die Saison auf einem respektablen neunten Platz in der Weltmeisterschaft.
2004 war dann eine wahre Achterbahnfahrt für Button. Aber mit dem letzten Rennen war die Fahrt vorbei und er war dritter in der Weltmeisterschaft und BAR Honda auf Platz zwei hinter Ferrari. Keiner hätte mehr verlangen können.
Das 006-Chassis war ein großer Schritt für BAR, genau wie der neueste V10-Motor von Honda. Diese Kombination gab Button die Ausrüstung, auf die er so lange gewartet hatte. Auf der Strecke lief alles wunderbar, er holte in Imola seine erste Pole Position und war zehn Mal auf dem Podium. Das einzige, was noch fehlte, war der erste Sieg.
Abseits der Strecke bekam Buttons lupenreines Image ein paar Flecken, als er und sein Management-Team, angeführt von John Byfield, in einen Vertragskampf für die Saison 2005 verwickelt wurden. Mit einem Button, der Leistung brachte, wurden seine Dienste BMW Williams angeboten, die kurz darauf die Verpflichtung bekannt gaben. Was folgte, war ein erbitterter Krieg der Worte und es ging schließlich vor die Vertrags-Anerkennungs-Behörde, die kurz vor dem letzten Rennen des Jahres zu Gunsten von BAR entschied. Byfield trat kurz darauf bei Essentially Sport zurück, Teamchef David Richards wurde durch Nick Fry ausgewechselt und Button bereitete sich auf eine neue Saison mit dem Team vor.
Jegliche Hoffnungen, 2005 an die Leistungen des Vorjahres anschließen zu können, wurden bald zerschlagen, da er die Saison mit drei Nullern begann. Darauf wurde dem Team ein Startverbot von drei Rennen erteilt. Button ließ sich davon nicht beirren und kam vom französischen Grand Prix an in jedem Rennen in die Punkte. Die Saison beendete er auf dem neunten Platz und insgesamt erreichte er zwei Podestplätze. Abseits der Strecke sorgte er aber wieder aus falschen Gründen für Schlagzeilen.
Nachdem sich der Staub gelegt hatte, unterschrieb Button einen neuen Vertrag bei BAR Honda für 2006 nachdem er zuvor Williams wegen des Vertrags, den das Team noch mit ihm hatte, ausbezahlt hatte. Es war eine weitere chaotische Episode, aber Button kann sich in der Sicherheit wiegen, dass er eine langfristige Vereinbarung mit Honda hat.
Mit einem sicheren Vertrag ausgestattet, fuhr Button 2006 eine solide Saison, die er auf Platz sechs in der Fahrer-WM beendete. Honda stellte ein gutes Paket zur Verfügung und Button behielt gegenüber seinem Teamkollegen Rubens Barrichello über weite Strecken der Saison die Oberhand. Beim Grand Prix von Ungarn konnte Button endlich den heiß ersehnten ersten Sieg feiern, nachdem er bei rutschigen Bedingungen lange Fernando Alonso gejagt hatte. Nachdem Alonso in der Box gewesen war und kurz danach sein Rad verlor, war der Weg für Button frei.
Nachdem er jetzt endlich seinen ersten Sieg einfahren konnte, wird Honda Button ordentlich pushen, da 2007 beide von potentiellen Rennsiegern zu regelmäßigen Siegern werden wollen.