Vitantonio (oder nur Tonio) Liuzzi wurde am 6. August 1981 geboren und erlebte einen sehr beeindruckenden Aufstieg in die Formel 1. Im Alter von zehn begann der Italiener seine Kart-Karriere und verbrachte das nächste Jahrzehnt in verschiedenen Kart-Kategorien bevor er 2001 in die Formel Renault ging. In diesem Jahr wurde er zweiter in der Meisterschaft, was insofern bemerkenswert war, als er seine erste Saison in einem Einsitzer bestritt.
2002 wurde dann ein anstrengendes Jahr für Liuzzi, da er für BMW Williams testete und in der deutschen Formel 3 Meisterschaft unterwegs war. Dort holte er drei Pole Positions und gewann das Rennen in San Marino. Der Italiener stieg in die F3000 auf und beendete die Saison 2003 bei Coloni Motorsport als bester Rookie und Vierter in der Gesamtwertung. Nach einem Wechsel zu Arden zeigte er 2004 dann sein volles Potential und holte neun Pole Positions und sieben Siege auf seinem Weg zum Titel.
Im Winter folgte ein Test für Sauber Petronas, aber es war Red Bull, das sich die Dienste des Italieners sicherte, nachdem man das Jaguar-Team aufgekauft hatte. 2005 begann Liuzzi die Saison als Freitagsfahrer, aber in San Marino entschied sich das Team, ihn neben David Coulthard fahren zu lassen. Liuzzi holte sich in Imola einem Punkt und fuhr dann noch in Spanien, Monaco und beim Europa Grand Prix mit. In Montreal übernahm dann wieder Klien das Cockpit.
Liuzzi blieb danach bei Red Bull wurde aber 2006 beim Schwesterteam Scuderia Toro Rosso abgeladen. Während die Gegner auf einen 2,4 Liter V8 Motor umstiegen, blieb sein Toro Rosso, ehemals Minardi, während der gesamten Saison bei gedrosselten 3.0 Liter V10 Motoren.
Liuzzi konnte nur ein Mal punkten und obwohl er beinahe zu oft von der Strecke rutschte und sich drehte, schaffte er es prinzipiell, seinen Teamkollegen Scott Speed hinter sich zu halten und auch das Schwesterteam von Red Bull Ferrari herauszufordern. Es war eine solide Saison von Liuzzi, der 2007 wahrscheinlich bei dem Team bleiben wird.