Ende 1997 wurden sie verboten, bald sind sie wieder da: Slicks. Lange Zeit hatten sie das Erscheinungsbild der Formel 1 mitgeprägt, schließlich fielen die profillosen Trockenreifen dem Sicherheitsaspekt zum Opfer. Wirklich eingebremst haben die Rillenreifen die Formel 1 nicht, sicherer ist der Sport auch nicht unbedingt geworden. Deshalb rudert die FIA jetzt zurück, ab 2009 werden wieder Slicks aufgezogen.
Im Dezember rückten die Boliden erstmals wieder ohne Rillen aus, in wenigen Wochen stellt Bridgestone erneut einige Pneus der neuen Generation zur Verfügung. In Barcelona sollen insgesamt drei verschiedene Mischungen ausprobiert werden, wobei das Hauptaugenmerk der Aufwärmphase gilt. Damit hatten die Teams im Dezember große Probleme, außerdem steht das Verbot der Reifenwärmer im Raum.
Letzteres sorgte schon bei der Verkündung für großen Unmut bei den Fahrern. Viele befürchten chaotische Verhältnisse, wenn sie mit kalten Reifen auf die Strecke fahren und gleichzeitig die Kollegen auf eingefahrenen Gummis daherdonnern. Und den langjährigen Mitgliedern im Formel-1-Zirkus dürfte noch recht präsent sein, was kalte Reifen alles anrichten können - möglicherweise lag darin die Ursache für Ayrton Sennas Unfall in Imola 1994.
Bridgestone ist sich der Verantwortung bewusst und möchte vor 2009 möglichst viele Erfahrungsdaten sammeln. "Wir denken momentan über die Mischungsbandbreite nach", sagte Hirohide Hamashima, Bridgestones Direktor für Reifenentwicklung, gegenüber 'autosport.com'. "Wir müssen uns dem Aufwärmen widmen, da gab es im Winter nämlich einige Probleme und viele der Piloten haben sich darüber beschwert."
"Offensichtlich hat das Aufwärmen zu lange gedauert und schlussendlich darin resultiert, dass der Wagen komplett unbalanciert war. Die Hinterreifen wurden schnell warm aber nach zwei, drei Runden waren die vorderen noch immer kalt. So schwand die Leistung der Hinterräder schon wieder, bevor die vorderen überhaupt auf Temperatur waren. Das machte das Fahren sehr schwer", so Hamashima abschließend.
Motorsport-Total
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