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Jarno Trulli fuhr am Abschlusstag in Le Castellet die Bestzeit
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Was die Meteorologen schon seit Tagen prophezeit hatten wurde heute tatsächlich wahr. Im sonst häufig wunderbar sonnigen Südfrankreich gingen jede Menge Regenschauer nieder. Am Vormittag blieb die Teststrecke in Le Castellet zunächst noch trocken, doch ab etwa 11 Uhr wurden die Regenreifen herausgeholt. Bis zur Mittagspause musste die meiste Arbeit erledigt sein, denn am Nachmittag ging auf der Strecke so gut wie gar nichts mehr.
Der frühe Fahrer bekommt die Bestzeit - nach diesem Motto war Jarno Trulli heute rechtzeitig zur Zeitenjagd aufgebrochen. Seine Bestzeit von 1:31.260 Minuten wurden für den Rest des Tages nicht mehr unterboten. Der Toyota-Pilot probierte im Hinblick auf das Kanada-Rennen einen anderen Heckflügel aus, am Frontflügel wurde eine kleine Stütze unter dem Bügel installiert. Der Italiener ließ es bei seinen 26 Runden vom Vormittag bewenden, der Nachmittag war schlicht zu nass.
Ferrari bricht vorzeitig ab
Auch Ferrari brach die Tests vorzeitig ab. Mit Blick auf die maximalen Testkilometer packte man die Sachen bereits am frühen Nachmittag zusammen und verabschiedete sich in Richtung Maranello. Felipe Massa konnte heute nicht recht überzeugen. Seine beste Runde in 1:33.246 Minuten brachte ihn auf Rang fünf - mit fast zwei Sekunden Rückstand auf die Trulli-Bestzeit.
Stark verbessert war Renault. Offensichtlich funktioniert das heute installierte neue Aeropaket für wenig Abtrieb sehr gut. Nelson Piquet Jr. (2./1:31.
634 Minuten/60 Runden) war auch gegen Ende der Testsession noch einmal fleißig, als sich die Streckenbedingungen plötzlich etwas besserten. Am Renault R28 war heute ein neuer Heckflügel zu sehen, am Nachmittag absolvierte der junge Nachwuchspilot einige Startübungen.
Auf Rang drei in der Zeitenliste platzierte sich McLaren-Mercedes-Testpilot Pedro de la Rosa (1:32.143/53). Der Spanier versuchte auf der verlängerten Streckenvariante in le Castellet Abstimmungsarbeit für das Rennen in Montréal zu fahren. Am MP4-23 war ein zarter Heckflügel für wenig Downforce zu erkennen.
Was ist mit Williams los?
Sebastian Vettel (4./1:32.480/49) brachte am Vormittag den neuen Toro-Rosso-Boliden weiter in Form. Am Nachmittag sollte eigentlich Teamkollege Sébastien Bourdais übernehmen, aber der Franzose kam wegen des Wetters gar nicht mehr zum Fahren. Auch beim BMW Sauber F1 Team hielt man sich mit Dauerläufen zurück. Nick Heidfeld (6./1:33.371/30) hatte einen kurzen Arbeitstag. Man probierte erneut die neue Nase ohne Geweih, zusätzlich kam ein Highspeed-Heckflügel ans Auto.