52 WM-Punkte hat das BMW Sauber F1 Team nach nur sechs gefahrenen Rennen auf dem Konstrukteurskonto und damit deutlich mehr, als noch vor Jahresfrist. Die Erinnerungen an den Großen Preis von Kanada 2007 könnten aber unterschiedlicher nicht sein: Während Nick Heidfeld im Chaos-Rennen einen klaren Kopf behielt und aufs Podium fuhr, hatte Robert Kubica einen schweren Unfall und kam glücklicherweise unverletzt davon.
"Der Große Preis von Kanada war im vergangenen Jahr ein ganz besonderes Rennen für mich", saget Heidfeld. "Wir waren dort 2007 extrem stark. Ich war im Qualifying Dritter und bin im Rennen aus eigener Kraft Zweiter geworden. Dieses Ergebnis wurde natürlich erstmal überschattet von Roberts Unfall. Erst, als wir wussten, dass er in Ordnung ist, konnten wir uns so richtig freuen."
Wenig Abtrieb, hohe Beanspruchung für die Bremsen
"Ich hoffe natürlich sehr, dass ich dieses Mal im Qualifying gut abschneide", meinte der 31-Jährige, der in dieser Saison im Qualifying regelmäßig von Teamkollege Kubica gebügelt wird. "Zusammen mit den Ingenieuren arbeite ich daran, die Reifen wieder schnell genug in das Temperaturfenster zu bekommen, in dem sie richtig Grip aufbauen."
"Auf jeden Fall gehört das Rennen in Montréal zu meinen Favoriten", gab Heidfeld abschließend zu Protokoll. "Ich mag die Stadt, die Stimmung und die Rennstrecke. Der Kurs ist sehr schnell, er besteht hauptsächlich aus Schikanen und Geraden. Wir fahren dort mit relativ wenig Abtrieb, die Bremsen werden extrem hart beansprucht.
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Trotz Unfall viel Spaß in Montréal
"Ich freue mich auf das nächste Rennen in Montréal", schloss sich Kubica an. "Es ist ein besonderer Grand Prix, die Stadt ist sehr schön, und die Fans sind wirklich enthusiastisch dort. Die ganze Stadt lebt die Formel 1 an diesem Wochenende. Die Rennstrecke in Montréal hat einen komplett anderen Charakter als der Kurs in Monaco, wo wir gerade waren. In Kanada fährt man mit relativ wenig Abtrieb."
"Mir gefällt der Kurs, weil man häufig hart bremsen und beschleunigen muss, das ist wie Stop-and-Go-Verkehr. Um aus den langsamen Kurven perfekt herauszukommen, ist eine gute Traktion sehr wichtig. Zu Beginn des Rennwochenendes muss man allgemein vorsichtig sein, weil der Belag dann noch sehr wenig Haftung bietet, der Kurs ist ja keine permanente Rennstrecke."
"Obwohl ich in Montréal 2007 einen sehr heftigen Unfall hatte, ist das einer meiner Lieblingskurse", erläuterte der Pole, der sein Auto bei einem der schwersten Unfälle der letzten Jahre nahezu komplett zerstört hatte. Wie durch ein Wunder war der 23-Jährige bei diesem Horrorcrash unverletzt geblieben, musste nach dem Aufprall und den anschließenden Überschlägen doch das Schlimmste befürchtet werden.