Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen für die beiden Piloten eines Rennstalls wohl kaum sein: Während Lewis Hamilton als WM-Leader an den St.-Lorenz-Strom fährt, wurde Heikki Kovalainen in den vergangenen Rennen zum Teil arg gebeutelt und stieß immer wieder auf technische Schwierigkeiten. Für seinen britischen Teamkollegen allerdings markiert der kanadische Grand Prix zugleich ein Meilenstein: Vor Jahresfrist gelang ihm hier der erste Sieg.
"Der Sieg in Monaco ist der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere, davon habe ich schon als Kind geträumt und ich werde diesen Moment nicht vergessen", blickte Hamilton zurück auf seinen Monte-Carlo-Triumph. "Jetzt aber konzentrieren wir uns auf das kommende Rennen in Kanada. Der Circuit Gilles Villeneuve gehört zu meinen Lieblingsstrecken und ist nach meinem Premierensieg dort vor einem Jahr ein besonderer Ort für mich."
Hamilton mit besten Erinnerungen
"Der Kurs ist bekannt für die teilweise dicht an der Piste stehenden Streckenbegrenzungen und für seinen schwierigen Belag, der die Reifen zum Körnen bringt. Obwohl wir dort sehr schnell unterwegs sind, kommt mir die Strecke deshalb fast wie ein Stadtkurs vor. Aber ich fahre gerne in Montreal und freue mich auf das Rennen."
"Gerade in Kanada ist es nicht einfach, die richtige Reifenmischung für das gesamte Wochenende auszuwählen, weil sich der Kurs immer wieder verändert", erläuterte der Silberpfeil-Youngster. "Zusammen mit Bridgestone haben wir uns darauf vorbereitet.
Die Reifen körnen auf dieser Strecke stark, zudem ist die Strecke zu Beginn der Veranstaltung noch sehr staubig, da sie nur einmal im Jahr genutzt wird."
"Die Ideallinie wird zwar schnell sauber, je mehr wir darauf fahren, aber daneben bleibt es durch den Schmutz und den Gummiabrieb sehr rutschig. Wichtig ist zunächst guter mechanischer Grip, zudem muss das Auto eine gute Balance haben und darf nicht übersteuern. Und das ist nicht so einfach wie es sich vielleicht anhört. Am Kurveneingang darfst du nicht zu schnell sein, besonders am Ende der langen Geraden. Nur wenn du hier den richtigen Kompromiss findest, kommst du schnell durch die Kurven."
"Meine erste Pole Position in der Formel 1 und mein erster Grand-Prix-Sieg mit McLaren-Mercedes waren das Größte, was ich bis dahin in meinem Leben erreicht hatte", fasste der Brite seine Erlebnisse in Kanada zusammen. "Es wäre toll, wenn ich das in diesem Jahr wiederholen könnte. Ich bin sicherlich reifer und fahrerisch stärker geworden und ich arbeite mit dem Team viel enger zusammen."