Für David Coulthard hat die Rennsaison 2008 bislang keine Highlights bereitgehalten - der Schotte steht nach sechs gefahrenen Grand Prix in der Formel 1 noch ohne Punkte da. Teamkollege Mark Webber brachte es bislang auf stolze 15 Punkte während Coulthard Defekte und Crash anzuziehen scheint. Das Monaco-Wochenende war da keine Ausnahme, denn der Red-Bull-Pilot hatte schon am Donnerstag mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen.
"Eine Störung im Gaspedal während des Donnerstagstrainings, Öldruckprobleme im Getriebe am Samstagmorgen, ein großer Crash im Qualifying, eine Strafe für die Startaufstellung und ein Ausrutscher in der achten Rennrunde - da lief in Monaco nicht wirklich viel für mich zusammen in diesem Jahr", lautet prompt das Fazit des Schotten in seiner 'ITV'-Kolumne. "Der übelste Moment war sicherlich mein Highspeed-Unfall an der Schikane, gegen Ende des zweiten Qualifyingabschnitts."
"Die diversen Schwierigkeiten hatten auch zur Folge, dass ich nur an zwei der insgesamt vier Stunden Trainingszeit teilnehmen konnte. Eine halbe Stunde davon fuhr ich am Samstagmorgen, als ich aufgrund des Regens nur auf Intermediates unterwegs sein konnte. Obwohl ich schon so oft in Monaco unterwegs war und das Rennen zweimal gewonnen habe, beeinträchtigte die verlorene Zeit auf der Strecke meine Leistung im Qualifying doch erheblich", wie Coulthard aus Erfahrung weiß.
"Das hatte ich natürlich im Hinterkopf und bin in Q1 sofort rausgefahren und habe sechs Runden auf den Prime-Reifen gedreht, nur um wieder reinzufinden, denn ich hatte ja so viele Kilometer verpasst. Zieht man das alles in Betracht, dann war ich bis zu meinem Crash recht ordentlich unterwegs - so wie auch mein Teamkollege Mark Webber, wir waren beide ziemlich sicher in den Top-10."
"Ich begann das Rennen mit viel Sprit um mir selbst alle Strategiemöglichkeiten offen zu lassen. Anfangs war alles in bester Ordnung, aber ich kam näher an Kazuki Nakajima heran, als mir eigentlich lieb war, denn Rubens Barrichello hing mir im Getriebe und versuchte mich zu überholen", blickte der ehemalige McLaren-Mercedes-Pilot zurück. "Ausgangs Casino war er zweimal neben mir, also wusste ich, dass ich diese Passage recht zügig würde angehen müssen, um einen Überholversuch in Mirbeau verhindern zu können."
"Aber stattdessen habe ich mich dem Spray meines Vordermannes ausgesetzt und habe das zunehmende Wasser auf der Strecke nicht wahrgenommen. Als ich dann auf den Hügel von Massanet zufuhr bin ich aufgeschwommen und habe das Heck verloren. Im Nassen lässt man für gewöhnlich eine größere Lücke zum Vordermann, es sei denn, man will einen Überholversuch wagen, denn nur dann kannst du die Straße überhaupt sehen."