Zum Heimrennen in Hockenheim präsentierte Toyota das erste größere Update seit dem Großen Preis von Spanien im April. Am neuen Frontflügel ist seit dem Großen Preis von Frankreich kontinuierlich gearbeitet worden. In der gemeinsamen Testwoche vor dem Großen Preis in Hockenheim hatte Toyota noch eine Reihe neuer Teile ausprobiert.
Bereits in Barcelona wurde ein neuer Frontflügel eingeführt, der dann für das Rennen in Silverstone weiter verbessert wurde. Für Deutschland wurde der Flügel erneut überarbeitet. Das Barge-Board und die seitlichen Luftleitbleche wurden neu gestaltet, und, was weniger offensichtlich ist, auch an der oberen Border-Fin vor den Seitenkästen wurden einige Änderungen vorgenommen. Diese Änderungen zielten darauf ab, bei unverändertem Abtrieb die Stabilität des Fahrzeugs zu verbessern.
Nachdem sich in Spanien die erhoffte Wirkung nicht ganz eingestellt hatte, machte sich Toyota nun große Hoffnungen auf eine verbesserte Performance in Hockenheim. Der Hockenheimring erfordert ein Setup für eine mittlere bis hohe Anpresskraft. Das Team hatte daher Einstellungen vorbereitet, die die Stabilität und Balance bei höherer Geschwindigkeit betonen.
Am Freitagmorgen begann das Training bei nassen Bedingungen, die beiden Autos zeigten aber eine ziemlich gute Balance. Bis zur Session am Nachmittag trocknete die Strecke ab, trotz aller Bemühungen gelang es aber nicht, die Balance wie erhofft zu verbessern.
Sicher konnten die gefahrenen Rundenzeiten nicht beeindrucken, das Basis-Setup war aber insgesamt solide und die Zeiten spiegelten eher das Bemühen wider, eine Reihe verschiedener Modifikationen auszuprobieren.
Kein Grip mit den harten Reifen
Zu Anfang des Trainings testete Toyota die Medium-Reifen mit hohem Grip. Timo Glock erzielte in Sektor 2 seine Wochenend-Bestzeit, kam aber unmittelbar am Eintritt in Sektor 3 von der Strecke ab. Jarno Trulli wechselte gegen Ende der letzten Sitzung auf die härtere Mischung und registrierte in Sektor 1 seine bis dahin beste Zeit. Die vorliegenden Bedingungen verhinderten aber, dass er sich über den Rest der Runde weiter verbessern konnte. Insgesamt gesehen war Toyota den Fortschritten nicht unzufrieden.
Im ersten Qualifying-Abschnitt am Samstag boten die harten Reifen, die für dieses Rennen gestellt wurden, bei weitem nicht den benötigten Grip. Nachdem Toyota auf die Medium-Reifen mit der weicheren Mischung gewechselt hatte, zeigte sich der Grip dramatisch verbessert, und Trulli und Glock absolvierten das Q1 zeitgleich mit schnellen Rundenzeiten.