Dank einer soliden Rennpace, einer guten Strategie und dem nötigen Quäntchen Glück in Form einer Safety-Car-Phase, stand Nelson Piquet Jr. nach dem Rennen in Hockenheim auf dem Siegerpodest. Für Das Renault-Team ein richtiger Coup, zumal der Équipe auf einen Schlag satte acht Punkt gutgeschrieben wurden. Damit ist der französisch-britische Rennstall wieder dick im Geschäft und im vorderen Mittelfeld dabei. Bis zum Saisonende will Renault den vierten Rang bei den Konstrukteuren erobert haben.
Doch zunächst einmal freut man sich über die Zähler aus Hockenheim: "Ja, die haben wir gebraucht und haben sie uns auch verdient", meinte der technische Direktor Bob Bell im Team-Podcast. "Diese Punkte sind uns eine große Hilfe, denn nun sind die Abstände wirklich richtig knapp. Wir können jetzt an der Spitze dieses Mittelfeldes fahren, auch im Hinblick auf unsere Leistung und unsere Entwicklungen."
Platz vier bei den Herstellern das große Ziel
"Platz drei in der Meisterschaft wird vermutlich ein Wunschtraum bleiben, aber der vierte Platz sollte am Ende schon möglich sein - vielleicht sogar, mit dem drittschnellsten Wagen", meinte Bell. Chef-Renningenieur Alan Permane ging näher ins Detail und versuchte die derzeitige Performance von Renault genauer einzuordnen.
"Da müssen wir Qualifying und Rennen getrennt betrachten", erklärte Permane. "In der Qualifikation haben wir das drittschnellste Auto und liegen noch vor BMW.
Ich bin mir sicher, dass wir unseren Wagen in dieser Saison mehr verbessert haben als sie. Wir liegen auch vor Toyota und Jarno Trulli - vor allem, wenn man sieht, wann er in Hockenheim in die Box kommen musste."
"Leider bietet sich uns im Rennen nicht das gleiche Bild. Da liegt BMW sicherlich noch vor uns. Wir liegen wohl in etwa gleichauf mit Toyota. Wir brauchen noch ein Quäntchen mehr und dann können wir ganz gewiss mit BMW kämpfen", schloss Permane seine Analyse der Lage. In den Titelkampf wird Renault nicht mehr eingreifen können, denn an der Spitze geigen andere munter auf.
Hamilton in einer eigenen Liga
Das 'ewige' Duell zwischen McLaren-Mercedes und Ferrari dominiert auch in dieser Saison das Geschehen in der Formel 1. "In den verbleibenden Rennen wird es zwischen diesen beiden Teams immer hin- und hergehen", vermutete Bell. "Manche Strecken werden möglicherweise ein Team bevorzugen. Beide pushen mächtig bei der Entwicklung, zumal noch beide Meisterschaften zur Debatte stehen."