Aki Hintsa ist im Team von McLaren-Mercedes die Person, welche sich um die menschlichen Belange des Sports kümmert und letztendlich auch für die Fitness der Piloten verantwortlich zeichnet. Als langjähriger medizinischer Direktor des finnischen Olympiateams kennt Hintsa die Anforderungen des Leistungssports ganz genau, sodass er auch Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen entsprechend auf ihre Renneinsätze vorbereiten kann. Doch wie würden Formel-1-Fahrer im Vergleich zu Olympioniken abschneiden?
"In meiner Laufbahn habe ich in 15 Jahren mit über 100 Medaillenträgern bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zusammengearbeitet", blickt Hintsa bei 'Reuters' zurück. "Als ich 1998 meine Arbeit mit Mika Hakkinen aufnahm, hielt ich die Formel 1 nicht so sehr für einen Sport. Aber als ich erst einmal daran beteiligt war, merkte ich recht schnell, dass es extrem herausfordernd und anspruchsvoll ist, denn man hat einen enormen Druck durch Presse und Öffentlichkeit."
McLaren-Piloten nutzen finnisches Sportinstitut
"Du musst die Beziehungen zu den Sponsoren pflegen, ihnen Zeit opfern und noch dazu die ganze Zeit um die Welt reisen und dich in verschiedenen Zeitzonen mit Jetlag herumplagen. Außerdem muss man sehr viel trainieren, um fit zu bleiben. Mental musst du immer auf der Höhe sein und dir die Zeit nehmen, um dich zu entspannen und deine Energie wieder aufzuladen.
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"Ich erkenne jetzt, dass es eine der anstrengendsten Sportarten ist, an denen ich je beteiligt war", erklärte der Angestellte im Rennstall von Ron Dennis. "Die Jungs in den Autos können es wirklich mit Topathleten aufnehmen. Die Trainingsmethoden und auch die Wissenschaft haben den Leistungsstand kräftig verbessert. Heute sind die Fahrer von McLaren-Mercedes doppelt so gut trainiert, als noch vor zehn Jahren."
"Sie sind jetzt einfach fitter - aber das müssen sie auch sein. Als Lewis in der Formel 3 war, haben wir angefangen, mit ihm zu arbeiten. Damals kam er erstmals nach Finnland", wo die McLaren-Fahrer am Kuortane Sportinstitut gemeinsam mit finnischen Topathleten trainieren können. "Ich halte es für ziemlich gut, Erfahrungen auszutauschen und unsere Fahrer gemeinsam mit olympischen Athleten und Goldmedaillisten trainieren zu lassen.
Ausdauer wie ein Hockeyspieler
"Die sind schließlich wie ein Maßstab", erläuterte Hintsa, schränkte aber ein: "Es ist schlicht nicht möglich, deine eigene Leistungsfähigkeit auf einem solchen Topniveau zu halten, wie das bei den Olympischen Spielen sein sollte. Das funktioniert nicht, deswegen sprechen wir hier von Leistungsoptimierung und nicht von Maximierung."