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ridgestone in der Formel 1: ''Es war eine große Ehre''

02/11/09 15:39


Photo F1-Live.com

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Ein weiterer Großkonzern verlässt die Formel 1 - doch dieses Mal ist es kein Automobilgigant: Reifenhersteller Bridgestone hat seine Ziele in der Formel 1 erreicht und möchte sich künftig anderen Unternehmensbereichen widmen. Die Saison 2010 markiert demnach das letzte Jahr der japanischen Pneuspezialisten in der Formel 1 - und die Erfolgsbilanz von Bridgestone kann sich durchaus sehen lassen.

Bei 225 Renneinsätzen - insgesamt war Bridgestone zwischen 1976 und 2009 3.080 Mal als Ausrüster eines Fahrzeugs im Starterfeld vertreten - bringt es das japanische Reifenunternehmen auf 156 Siege, 149 Pole-Positions, 151 schnellste Runden, 181 angeführte Rennen sowie 4.576 Punkte. Damit belegt der asiatische Pneugigant in den meisten Statistiken den zweiten Rang hinter Goodyear.

46.369 Kilometer legten Formel-1-Piloten mit Bridgestone-Reifen in Führung zurück, bei 69,3 Prozent der 225 absolvierten Grands Prix rasten Bridgestone-Vertreter letztendlich als Sieger über die Ziellinie - doch nicht immer trafen die Japaner dabei auf Konkurrenz: Seit 2007 ist Bridgestone alleiniger Ausrüster der Formel 1, seit 2008 gar der offizielle Reifenlieferant der automobilen "Königsklasse".

Bridgestone verteilt seine Ressourcen neu
Nicht zuletzt dieser Umstand verhalf dem Unternehmen zu einer weltweiten Bekanntheit, wovon die Reifenspezialisten bis heute zehren: "Es war eine große Ehre für Bridgestone, von der FIA zum offiziellen Reifenlieferanten der Formel 1 bestellt zu werden", heißt es in einem Statement anlässlich der Ausstiegsankündigung - künftig will sich die Reifenfirma auf andere Schwerpunkte konzentrieren.

"Das Unternehmen hat sich dazu entschlossen, seine Ressourcen im Hinblick auf eine veränderte Businessstrategie neu zu verteilen", wird Bridgestones PR-Manager Kaoru Tomizawa von 'Reuters' zitiert. "Es gab einen Richtungswechsel hin zu Geschäftsbereichen, in denen der Bedarf am größten ist und welche die Ziele des Unternehmens unterstützen", so die Erläuterungen Tomizawas.


Von einem Trend bei japanischen Unternehmen, sich aus internationalen Großprojekten im Motorsport zurückzuziehen, wollte der PR-Manager aber nicht reden - im Zuge der Wirtschaftskrise hatten in den vergangenen Monaten erst Honda und dann auch Subaru und Suzuki ihre Aktivitäten im Rennsport massiv zusammengestrichen. Bei Bridgestone hat der Rückzug aber offensichtlich andere Gründe.

Kostet der Formel-1-Ausstieg einige Arbeitsplätze?
"Es liegt nicht hauptsächlich an der schwierigen Wirtschaftslage", sagt Tomizawa. "Wir schauen uns vielmehr an, auf welche Anforderungen wir uns konzentrieren müssen." Das Engagement in der Formel 1 verbucht man indes unter erfolgreicher Werbung in eigener Sache: "Unsere Zusammenarbeit mit der Formel 1 hat dazu beigetragen, die Bekanntheit der Marke zu steigern", lässt Bridgestone verlauten.

Außerdem habe man dadurch die Anerkennung erfahren, zu den führenden Herstellern in der Reifenindustrie zu zählen, so das Statement weiter. "Nachdem diese Ziele erreicht wurden, möchte Bridgestone seine Technologie und das Marketing auf das nächste Level bringen" - ob das Unternehmen im Zuge dessen einige Mitarbeiter entlassen muss, steht aber noch nicht fest.

"Wir haben noch immer ein Formel-1-Jahr vor uns", erklärt das Reifenunternehmen. "Es wurde daher noch keine endgültige Entscheidung gefasst, wie diese Sache die Arbeitnehmer betreffen wird. Wir werden ihren Beitrag allerdings respektieren, bevor wir über dieses Thema befinden", so das Bridgestone-Statement. Denkbar wäre zum Beispiel eine Aufstockung des Stammwerks in Tokio.

Motorsport-Total
© CAPSIS International





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