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obayashi: ''Es war ein großer Moment''

03/11/09 17:42


Photo F1-Live.com

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Für Kobayashi geht mit den ersten Punkten in der Formel 1 ein Kindheitstraum in Erfüllung. Im Interview spricht der Japaner über seine ersten Erlebnisse in der Formel 1, wie es ist Weltmeister zu überholen und darüber, was er nach der Saison alles zu tun gedenkt.

Frage: "Was halten Sie vom Yas Marina Circuit?"
Kamui Kobayashi: "Die neue Anlage ist einfach unglaublich. Ich habe noch nie zuvor eine Rennstrecke wie diese gesehen. Die Organisatoren haben einen großartigen Job gemacht. Die Strecke selbst war interessant und hat großen Fahrspaß geboten. Und man konnte sogar überholen, was das Fazit noch positiver macht."

Frage: "Wie würden Sie ihr zweites Grand-Prix-Wochenende zusammenfassen?"
Kobayashi: "Für mich war es ein großartiges Wochenende und ich möchte dem Team für diese Gelegenheit danken. Der sechste Platz war ein fantastisches Ergebnis und ein sehr viel besseres Resultat, als ich mir zuvor erhofft habe, so dass ich sehr zufrieden damit bin, wie es gelaufen ist. Es gibt immer noch Raum, mich zu verbessern, wie zum Beispiel bei der Pace im Qualifying. Mein Ziel war es, mich unter die ersten Zehn zu qualifizieren. Das habe ich verpasst. Deshalb liegt da noch ein wenig Arbeit vor mir."

Frage: "Was war das für ein Gefühl, über die Ziellinie zu fahren und die ersten Punkte in der Formel 1 zu markieren?"
Kobayashi: "Ich war einfach nur überglücklich, denn bereits in meiner Kindheit träumte ich davon, Formel-1-Fahrer zu sein. In meinem zweiten Grand Prix gleich Punkte zu machen, ist großartig. Ich hatte sogar die Chance, noch besser abzuschneiden, aber ich bin im Verkehr aufgehalten worden - ansonsten hätte ich sogar um den vierten Rang kämpfen können, von dem ich zum Ende des Rennens nicht weit entfernt war. Es war ein großer Moment, als ich in den Parc Fermé zurückgekommen bin und gesehen habe, wie zufrieden alle waren."

Frage: "Sie hatten ein aufregendes Rennen. Können Sie uns das beschreiben?"
Kobayashi: "Ich hatte einen guten Start und konnte an Kimi Räikkönen vorbeiziehen, was für unsere Ein-Stopp-Strategie sehr wichtig war. Wenn ich während meines ersten Stints hinter ihm gehangen hätte, wäre es sehr viel schwerer gewesen, in die Punkte zu kommen. Als ich dort vorbei war, habe ich mich trotz meines schweren Wagens darauf konzentriert, konstante Rundenzeiten zu fahren. Gegen Ende des ersten Stints kam Jenson Button direkt aus der Boxenausfahrt vor mich auf die Strecke. Er war schwerer als ich und hatte kalte Reifen, so dass ich in der Lage war, ihn zu passieren. Auch das war sehr wichtig, denn ich brauchte ein paar schnelle Runde zu diesem Zeitpunkt, damit meine Strategie aufging.
Nach dem Wechsel der Reifen hatte ich ein paar Probleme, habe dann aber schnell meinen Rhythmus gefunden und bin einfach immer schneller geworden, so dass ich am Ende in der Nähe des vierten Platzes war."

Frage: "Wie hat es sich angefühlt, zwei Weltmeister zu überholen?"
Kobayashi: "Ich habe nicht daran gedacht, dass sie Weltmeister sind, sondern sie einfach nur wie jeden anderen auch als Rivalen auf der Strecke angesehen und mein Job ist es nun mal, an ihnen vorbeizukommen, wenn das geht. Es macht Spaß, auf der Strecke zu kämpfen, vor allem wenn man in der Lage ist, zu überholen. Ich habe aber nur an meine Rennposition gedacht und nicht daran, was irgendwer irgendwann einmal gewonnen hat."

Frage: "Wie haben Sie sich auf das Rennen vorbereitet? Haben Sie sich nach dem Brasilienrennen auf etwas Besonderes konzentriert?"
Kobayashi: "Nun ich wusste bis zum Auftakt der Rennwoche nicht genau, ob ich überhaupt fahren werde, aber es bestand wegen Timos Verletzung natürlich die Chance darauf. Also habe ich so viel Zeit wie möglich in der Fabrik in Köln verbracht und war nach dem Rennen in Brasilien lediglich einen Tag zuhause in Paris. Wir haben uns die Informationen nach dem Rennen angeschaut und die Gebiete identifiziert, auf denen wir uns verbessern können. Das waren Sachen wie das Set-up, die Reifenfrage und die Frage der Optimierung der Kommunikation. Wir haben alles studiert und über Verbesserungen nachgedacht. Das hat sich wirklich ausgezahlt. Einer der Hauptpunkte war dabei die Renngeschwindigkeit, die in Brasilien nicht perfekt war. Als das Rennen begann war ich dann zuversichtlich, in die Punkte fahren zu können."

Frage: "Waren Sie mit Ihrer Leistung im Qualifying zufrieden?"
Kobayashi: "Sie war nicht schlecht, aber mein Ziel war unter die Top Ten zu kommen und ich denke, dass ich das Potenzial dazu besessen hätte. Am Ende fehlte mir eine Zehntelsekunde: Das war ein wenig enttäuschend. Aber im Rennen konnte ich beweisen, dass ich nahe genug dran war, um in die Top Sechs zu kommen."

Frage: "Was machen Sie jetzt?"
Kobayashi: "Zunächst einmal Urlaub, das ist die erste Priorität. Ich hatte die vergangenen Jahre mit der GP2, GP2 Asia und den Formel-1-Test selten einen Tag frei, so dass ich mich darauf freue, einfach nur ein bisschen entspannen und den Akku wieder aufladen zu können. Danach wird man sehen."

Motorsport-Total
© CAPSIS International





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