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Schon 1908 fand das erste Autorennen bei Barcelona statt - die "Copa Catalunya", ein Straßenrennen über 27,885 Kilometer. Seit der offiziellen Zeitrechnung der Formel 1 (ab 1951) wurden 32 Große Preise von Spanien ausgetragen. Austragungsorte waren der Circuit de Catalunya (12 GP), Jarama (9), Jerez (5), Montjuic (4) und Pedralbes (2). Der erste GP von Spanien wurde am 28. Oktober 1951 in Pedralbes von dem Argentinier Juan Manuel Fangio auf Alfa Romeo 59 gewonnen. Das erste Rennen auf dem Circuit de Catalunya gewann am 29. September 1991 auf nasser Strecke Nigel Mansell (GBR) im Williams-Renault.
1951 tauchte der Große Preis von Spanien erstmals im WM-Kalender auf. Regelmäßig wird das Rennen aber erst seit 1969 wieder ausgetragen. Bis 1975 wechselten sich die Rundstrecke von Jarama und der Stadtkurs von Barcelona ab. In dem Rennen, das Jochen Mass mit dem McLaren-Ford gewann, kam es auf dem späteren Olympiaberg Montjuïc zu einem Unfall mit dem Wagen von Rolf Stommelen, bei dem fünf Zuschauer ums Leben kamen. Bis zur Pause von 1981 bis 1986 blieb Jarama Austragungsort, anschließend fand das Rennen bis 1990 in Jerez statt. Dann wurde der Circuit de Catalunya eingeweiht, der spanische Grand Prix hatte endlich eine adäquate Heimat gefunden. Regelmäßiger Boxengast ist König Juan Carlos, der auch schon im West McLaren Mercedes Formel-1-Doppelsitzer Runden drehte.
Auch wenn die Formel 1 den Kurs bei Barcelona seit vielen Jahren gerne und oft für Testfahrten nutzt: Die profunde Streckenkenntnis hilft den einzelnen Teams auf dem anspruchsvollen "Circuit de Catalunya" nur bedingt. Mit seiner Mixtur aus langsamen und schnellen Kurven stellt das 4,730 Kilometer lange Asphaltband spezielle Ansprüche an Setup und Reifenwahl. Stets mögliche Temperaturschwankungen sowie der durch heftige Böen aus unterschiedlichen Richtungen auf die Strecke wehende Sand verändern das Grip-Niveau des groben und sehr verschleißfördernden Asphalts beinahe minütlich.
Und da Abtrieb und aerodynamische Effizienz in der heutigen Formel 1 als entscheidender Erfolgsfaktor gelten, wird auch klar, warum dieser Kurs die beliebteste Teststrecke ist. Was ein Auto taugt, zeigt sich hier meist nach dem ersten Herausfahren aus der Box.
Das Debütrennen gewann 1991 Nigel Mansell im Williams Renault. Zuvor war Gerhard Bergers Motor explodiert und hatte sich Ayrton Senna für die falschen Reifen entschieden. 1992 wiederholte Mansell seinen Sieg, Zweiter wurde Michael Schumacher. Das Folgejahr dominierte Alain Prost, bevor 1994 Damon Hill den Sieg vor Schumacher einfuhr. Es war der erste nach dem Tod von Ayrton Senna.
1995 und 1996 gingen die Siege an Michael Schumacher, der 96 nicht nur eine fantastische Regenschlacht für sich entschied, sondern damit auch seinen ersten Sieg in Rot einfuhr. Im Jahr darauf gewann Jacques Villeneuve. Zwischen 1998 und 2000 hörte der Sieger hingegen immer auf den Namen Mika Häkkinen. Erst 2001 bis 2004 war wieder Schumacher an der Reihe. In der Saison 2005 gab es für ihn hingegen nicht viel zu gewinnen, also ging der Sieg an Kimi Räikkönen, fast eine halbe Minute vor dem späteren Champion Alonso.
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