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Mit Sebring, Riverside, Watkins Glen, Long Beach, Las Vegas, Detroit, Dallas, Phoenix und zuletzt natürlich auch Indianapolis sah die F1-Welt bereits neun verschiedene Austragungsorte für F1-Grand Prix-Läufe in den USA. Der erste Grand Prix der USA fand 1959 in Sebring statt und wurde von Bruce McLaren auf Cooper Climax gewonnen.
1960 wechselte die Formel 1 nach Riverside, im Folgejahr dann nach Watkins Glen, wo bis 1980 insgesamt 20 WM-Läufe durchgeführt wurden. Von 1976 bis 1983 trat die F1 zusätzlich acht Mal zum Grand Prix USA-West in Long Beach an. Die Achtziger sahen außerdem zwei F1-Rennen in Las Vegas, eines in Dallas und sieben in Detroit. Von 1989 bis 1991 war Phoenix Austragungsort des Grand Prix. Nach neunjähriger Pause kehrte die Königsklasse im Jahr 2000 wieder in die USA zurück und feierte dort ihr Debüt auf dem extra für sie gebauten Indianapolis Grand Prix Kurs auf sowie im Inneren des legendären Indy-Ovals.
Im gleichen Jahr schrieb der Kolumbianer Juan Pablo Montoya Motorsportgeschichte, als er beim legendären 500-Meilen-Rennen auf Anhieb siegte. Seit 1966 (Graham Hill) hatte niemand mehr diesen Klassiker im ersten Anlauf gewonnen. Montoya könnte nun auch der erste Pilot werden, der in Indianapolis das 500-Meilen-Rennen und den GP gewinnt. Mit Jim Clark, Graham Hill, Emerson Fittipaldi und Mario Andretti haben immerhin schon vier Fahrer bislang die Indy 500 und einen US GP auf einem anderen Kurs gewonnen.
Viele Strecken haben einen eigenen Charakter - der Formel 1-Kurs im Inneren des Indianapolis-Ovals besitzt gleich zwei: Während das Infield ein winkliger Formel 1-Kurs europäischer Prägung ist, gemahnt die lange Vollgas-Passage vom sonstigen "Turn 1" bis zum Ende der Start- und Zielgeraden an die Highspeed-Windschattenschlachten der amerikanischen Monoposti-Serien. Aus diesem Gegensatz bezieht die Strecke - die interessanterweise rund 250 Meter länger ist als der reine "Nudeltopf" - ihren besonderen Reiz: Durch das Nebeneinander von Oval-Anteil und Kurvengeschlängel stehen die Teams und Piloten in "Indy" vor einem Setup-Puzzle, wie es früher der alte Hockenheimring bereithielt.
Auf dem überhöhten Stück müssen die Motoren volle 24 Sekunden lang ununterbrochen Vollgas ertragen - mehr als auf jeder anderen Grand Prix-Strecke. Dabei ist im Interesse einer möglichst hohen Endgeschwindigkeit ein geringer Luftwiderstand - und damit geringer Abtrieb - gefragt. Im kurvigen Infiel-Sektor verhält es sich jedoch genau umgekehrt, weswegen es oftmals zum berühmten Setup-Kompromiss kommt.
Der erste US-Sieger der Neuzeit war 2000 standesgemäß Michael Schumacher. Im Jahr darauf siegte jedoch Mika Häkkinen - es sollte sein letzter Triumph sein. 2002 zeigte Ferrari dann Hollywood wie eine Inszenierung auszusehen hat: Schumacher und Barrichello verschätzten sich bei ihrer Showeinlage und so gewann der "falsche" Fahrer; Barrichello. 2004 drehte man den Spieß wieder um: Schumacher siegte klar vor Barrichello. Dritter wurde Takuma Sato, der damit zum ersten Mal auf dem Podium stand - und das als zweiter Japaner nach Aguri Suzuki 1991 in Suzuka.
2005 brachte dann eine der schwärzesten Stunden der Formel 1-Geschichte. Nach einem Reifenschaden an Ralf Schumachers Toyota im Freien Training wurde bis zum Rennstart diskutiert - Michelin sah keine Chance ein normales Rennen mit seinen Reifen zu fahren. Entsprechend bogen alle bis auf die 6 Bridgestone-Fahrer nach der Einführungsrunde in die Box ab. Den Mini Prix der USA "gewann" Michael Schumacher vor Rubens Barrichello und Tiago Monteiro. Aber eigentlich waren an jenem Tag alle Verlierer...
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