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Zum ersten Mal machte der Formel 1 Tross in der Saison 2005 auf dem Istanbul Racing Circuit Station. Dieser wurde wenige Wochen vor seinem Debüt allerdings kurzerhand in Istanbul Speed Park umbenannt und firmierte zuvor in den Medien auch schon als Istanbul Otodrom.
Doch egal wie die 5,333 km lange Strecke nun auch heißen mag: Im Gegensatz zu vielen Retortenkursen zeichnet sie sich durch viele Eigenheiten aus. Zuallererst wird die Strecke entgegen dem Uhrzeigersinn befahren. Eine Eigenschaft, die der Istanbul Speed Park nur noch mit Imola und Interlagos gemein hat. Man kann also problemlos von den entgegen dem Uhrzeigersinn gerichteten drei I's sprechen.
Aber auch der Berg- und Tal-Charakter gibt der Strecke einen eigenen Flair, welcher durch einige Bodenwellen im neuen Asphalt sogar noch verstärkt wird. Die Fahrer verglichen den Kurs deshalb ehrfürchtig mit der legendären Ardennenachterbahn von Spa-Francorchamps und gaben dem Speed Park gleich einen Beinamen: Die Adrenalinpumpe am Bosporus.
Eine der großen fahrerischen Herausforderungen ist eine vierfache Linkskurve, welche aus geraden Segmenten zusammengesetzt wurde und somit keinen flüssigen Radius besitzt. Für die Fahrer stellt es eine besondere Herausforderung dar, die Ideallinie zu treffen. Schaffen sie es, können sie mit Vollgas durchfahren, schaffen sie es hingegen nicht, verlieren sie durch die Korrekturen am Lenkrad wichtige Zeit.
Nach Malaysia, Bahrain und China ist der neue Kurs in der Türkei die vierte komplett neue Strecke aus der Feder von Hermann Tilke. Seit dem Start des Projekts am 10. September 2003 stampfte das Team des Aachener Paradestreckenarchitekten den neuesten GP-Kurs der Königsklasse aus dem türkischen Boden, wofür man - ähnlich wie in Bahrain - ganze drei Millionen Kubikmeter Felsen wegsprengen musste.
Mit dem erstmals ausgetragenen Grand Prix der Türkei setzt die Formel 1 also ihren Expansionskurs in neue und zukunftsträchtige Märkte fort und macht den Bosporus zum 24. Austragungsland für einen F1-WM-Lauf. Die seit 2003 als Rallye-WM-Lauf ausgetragene Rallye Türkei war bisher das einzige motorsportliche Großereignis des Landes.
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