 |
Der Nürburgring wurde 1927 mit seiner berühmt-berüchtigten Nordschleife erbaut, um die Arbeitslosigkeit in der Region zu senken. Die Gesamtlänge - einschließlich der südlichen Verlängerung - lag damals noch bei 28,835 Kilometern. Nach dem Feuerunfall des Österreichers Niki Lauda im Jahre 1976 verschwand der "Grüne Hölle" getaufte Kurs bis nach seinem abgeschlossenen Umbau 1983 von der F1-Bühne. Nach den ungefähr 42 Millionen Euro teuren Umbaumaßnahmen siegte Nelson Piquet beim Debüt des neuen Nürburgrings. Nach einer weiteren Pause kehrte der Nürburgring im Jahre 1995 in Form des Großen Preises von Europa wieder in den Rennkalender zurück, um in den Jahren 1997 und 1998 sogar als Grand Prix von Luxemburg neben dem Rennen auf dem Hockenheimring ausgetragen zu werden...
1995 siegte Michael Schumacher in einem herausragenden Rennen, in dem er Jean Alesi erst drei Runden vor dem Ende überholte. Ein Jahr später gewann Jacques Villeneuve sein erstes F1-Rennen auf dem Ring. Im Jahr 1997 kam es zum Bruderduell: Michael und Ralf Schumacher kollidierten kurz nach dem Start und schieden aus. Nach zwei Motorschäden an den McLaren gewann erneut der spätere Weltmeister Villeneuve.
1998 war es an Mika Häkkinen den Sieg davonzutragen. Im Jahr darauf sorgte Stewart-Pilot Johnny Herbert für die Sensation: Er fuhr in einem Regenrennen einen fantastischen Sieg ein. 2000 und 2001 gehörte der Sieg wieder Michael Schumacher, bevor 2002 sein Teamkollege Rubens Barrichello triumphieren durfte.
2003 hieß der Sieger wieder Schumacher, allerdings Ralf Schumacher. Der Wiliams-Pilot führte einen weiß-blauen Doppelsieg an. McLaren hatte weniger Glück: Räikkönen hatte einen Motorschaden, Coulthard schied mit einem Dreher aus. 2004 holte sich Michael Schumacher seinen dritten Sieg in fünf Jahren. Barrichello rundete den Ferrari-Doppelerfolg ab. Die Überraschung war Takuma Sato, der seinen BAR auf Startplatz 2 gestellt hatte. Ein Motorschaden beraubte den Japaner aber aller Chancen auf das erste Podium seit Aguri Suzuki 1991.
2005 dominierte der Finne Kimi Räikkönen. Doch der McLaren-Pilot handelte sich einen folgenschweren Bremsplatten ein. Eingangs der letzten Runde brach seine Vorderradaufhängung und riss ihn ins Aus. Der Sieg ging an seinen Titelgegner Fernando Alonso vor Lokalmatador Nick Heidfeld im BMW Williams.
|
|