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Silverstone ist für viele Beteiligte in der F1-Welt die Heimat des britischen Motorsports und zwar nicht nur, weil auf dem ehemaligen Militärflugplatz das Heimrennen der in direkter Nachbarschaft angesiedelten britischen F1-Teams stattfindet, sondern auch weil in dem kleinen 20 Kilometer vor Northampton gelegenen Örtchen Silverstone im Jahre 1950 der erste moderne Formel 1 Grand Prix ausgetragen wurde. Zwei Jahre zuvor fand hier auch schon der allererste britische Grand Prix statt.
Wie viele britische Rennkurse entstand auch der heutige "Silverstone Grand Prix Circuit" aus einem ehemaligen Flugfeld. Die äußeren Transportwege und einige Verbindungs-Landebahnen wurden zu einer ultraschnellen Rennstrecke zusammengefasst. Im Laufe der Jahre senkten verschiedene Umbauten die Rundenschnitte im "Home of British Motorsport", doch noch immer gilt die Strecke als eine der schnellsten des Jahres.
Die Rennstrecke in Silverstone wurde seit dem ersten Grand Prix im Jahre 1950 mehrfach umgebaut. Der diesjährige GP ist der 39. der auf dem Kurs in Northamptonshire ausgetragen wird. Weitere Große Preise von Großbritannien fanden in Aintree (fünfmal Gastgeber) und Brands Hatch (zwölfmaliger Austragungsort) statt. Außerdem wurden in England drei Grands Prix von Europa ausgetragen, nämlich 1983 und 1985 in Brands Hatch sowie 1993 in Donington Park.
In den zurückliegenden Jahren wurde die den Kurs umgebende Infrastruktur ausgebaut. Vor allem nach dem GP 2000 waren Parkplätze und Zufahrtswege in die Diskussion geraten. Damals war das Rennen vom traditionellen Juli-Termin auf April vorverlegt worden. Wolkenbruchartige Regenfälle hatten die unbefestigten Parkplätze derart aufgeweicht, dass am Samstag die Zuschauer gebeten werden mussten, zu Hause zu bleiben.
1994 und 1995 schlug die große Stunde der britischen Fans: Damon Hill und Johnny Herbert siegten bei ihren Heimrennen. Seitdem gab es aber nicht mehr viel zu Jubeln für die motorsportverrückten Briten. 1996 und 1997 ging der Sieg an Jacques Villeneuve. 1998 gewann Michael Schumacher den Grand Prix an der Box. Aber nicht durch einen schnellen Boxenstopp, sondern das Absitzen einer Strafe nach der Ziellinie. Es war nicht das erste Mal, dass Schumacher in Silverstone für Furore sorgte. 1994 ignorierte er eine schwarze Flagge und wurde später für zwei Rennen gesperrt.
1999 schien sich all dies zu rächen: Schumacher verunglückte in der ersten Runde in der Stowe-Kurve und musste mit einem gebrochenen Bein pausieren. Dadurch waren alle seine Titelchancen verloren. Häkkinen gewann den Titelkampf gegen die Ferrari-Nummer 2 Irvine.
2003 war das Jahr des Pistenpriesters: In einem verrückten Rennen rannte ein noch verrückteren Priester auf die Strecke - die Safety Car Phase brachte Toyota und Cristiano da Matte die ersten Führungskilometer. Der Sieg ging an Rubens Barrichello, der sich als wahrer Überholkönig entpuppte. 2004 siegte aber wieder sein Teamkollege Michael schumacher. Dennoch gab es einen Hoffnungsschimmer für die Konkurrenz: Kimi Räikkönen wurde im neuen MP4-19B Zweiter. Bis dahin war die Saison ein Desaster für die Silbernen. Auch 2005 stand das Rennen im Zeichen des Finnen: Nach einem Motorschaden kämpfte er sich von Startplatz 12 bis auf Rang 3 nach vorne. Der Sieg ging an Juan Pablo Montoya vor Fernando Alonso.
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