Das Jahr 2004 war das Ende einer Ära, als Ford bekannt gab, dass man jede Formel-1-Aktivität einstellen werde. Der österreichische Energie-Drink-Hersteller Red Bull kaufte Jaguar Racing und zusätzlich gleich noch die Fabrik in Milton Keynes.
Schnell wurde eine neue Management Struktur eingeführt. Christian Horner wurde Teamchef und der ehemalige Jaguar Mitarbeiter Günther Steiner kehrte in die Design Abteilung zurück.
Auf der Fahrerseite wurde der Routinier David Coulthard verpflichtet und Christian Klien sowie Tonio Liuzzi bekamen jeweils identische Verträge. Das Chassis des RB1 war prinzipiell das gleiche wie das des Jaguars von 2004. Doch mit der Verpflichtung von Mark Smith beim technischen Team schaffte es Red Bull Cosworth, eine der Überraschungen der Saison zu werden.
Coulthard begann seine Saison gleich gut und holte in Melbourne den vierten Platz. Dem folgten in der ersten Saisonhälfte weitere fünf Zielankünfte in den Punkten. Das Team beendete die Saison mit guten 24 Punkten, was Red Bull Cosworth eine Platzierung vor Sauber, Jordan und Minardi brachte.
Klien fuhr in allen Rennen abgesehen von vier und holte in einer ansprechenden zweiten Saison in der Formel 1 neun Punkte. In den anderen vier Läufen war Liuzzi unterwegs und der Italiener holte seine einzigen Punkte beim San Marino GP.
Neben der Strecke gab Red Bull in San Marino bekannt, dass man 2006 mit Ferrari V8-Motoren fahren werde und am Ende der Saison gab die Mannschaft bekannt, dass Adrian Newey von McLaren geholt werden konnte. Steiner verließ das Formel-1-Programm und schloss ich Red Bulls neuen NASCAR-Bemühungen in den USA an. Coulthard und Klien blieben 2006 bei der Mannschaft und Robert Doornbos übernahm die Rolle des Testers. Alles sah sehr viel versprechend aus.
Doch es folgte ein großer Schritt rückwärts für Red Bull Ferrari. Der Motor funktionierte gut, aber das Chassis war anscheinend nicht der erhoffte große Schritt nach vorne. Mit Fortdauer der Saison beschloss man, die Entwicklung am Chassis einzustellen und sich auf das erste "echte" Newey-Design 2007 zu konzentrieren, den RB3.
Die Resultate waren enttäuschend. Mit nur einem Punkt auf dem Konto brachte Monaco einen großen Sprung nach vorne, als David Coulthard nach einem starken Auftritt den dritten Platz und damit sechs Punkte holte. Doch danach sollten nur noch drei weitere Punkteränge folgen.
Christian Klien holte im zweiten Auto nur zweite Punke und überwarf sich mit dem Management von Red Bull, das ihn 2007 in die Champ Car World Series abschieben wollte. Klien wurde aus dem Team geworfen und für die letzten drei Rennen durch Robert Doornbos ersetzt. Doch da war das Auto wegen der fehlenden Entwicklungsarbeit bereits nach hinten gerutscht und Doornbos kam über einen zwölften Platz nicht hinaus.
Mit 16 Punkten aus 18 Rennen belegte Red Bull Ferrari den siebten Platz in der Konstrukteurs-Wertung. Während der vergangenen 18 Monate hat Red Bull aber einige sehr talentierte und erfahrene Mitarbeiter engagiert und deswegen ist für 2007 ein großer Schritt nach vorne zu erwarten.
Als Fahrer wird neben David Coulthard Mark Webber unterwegs sein. Die Motoren wird das Team nächstes Jahr von Weltmeister Renault geliefert bekommen.